Das aus dem Jahre 1889 stammende markante Gutshaus ist eines der letzten erhaltenen historischen Gebäude in Glinde und für viele Glinderinnen und Glinder ein inoffizielles Wahrzeichen unserer Stadt. Der markante Turm, welcher dem Gutshaus ein fast kirchenähnliches Erscheinungsbild verleiht, stammt aus dem Jahre 1912, als der Investor Sönke Nissen das damalige Gut Glinde mitsamt des Gutshauses erwarb und es sodann entsprechend des heutigen Erscheinungsbildes umbauen ließ.
Nachdem der landwirtschaftliche Betrieb auf Gut Glinde in den 1970er Jahren aufgegeben wurde, gelangte das inzwischen renovierungsbedürftige Gutshaus Glinde 1976 per Schenkung durch den Sohn, Herrn Sönke Georg Nissen, an die neu gegründete Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park Stiftung. Seit Ende der anschließenden Renovierung durch die Stadt Glinde 1978 befindet sich im Gutshaus ein Gemeinschaftszentrum.
Obwohl die Familie Sönke Nissens über zwei Generationen maßgeblich für die Entwicklung und den Fortschritt Glindes im 20. Jahrhundert verantwortlich zeichnete, gab es auch kritische Stimmen insbesondere im Zusammenhang mit den beruflichen Tätigkeiten von Sönke Nissen Senior während der deutschen Kolonialzeit in Afrika, wo er durch den Bau verschiedener Eisenbahnlinien zu Wohlstand kam. Ein 2023 erstelltes Gutachten zu den Einflüssen auf Glindes Geschichte durch den Stifter der Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park-Stiftung sowie des Vaters, steht nebenstehend zum Download zur Verfügung.
Im Moment wird das Gutshaus wieder sehr umfangreich saniert. Angefangen über den Turm und den Eingangsbereich, sind nun die Balkone an der Reihe. Auch im Innern wurde modernisiet. Da der alte Fahrstuhl leider nicht mehr reparabel war, ist nun ein ganz neuer Fahrstuhl eingebaut.
Heute finden unter dem Dach des Gemeinschaftszentrums unterschiedliche soziale Einrichtungen Platz – von der Schuldnerberatung bis zur Bildungseinrichtung.




Stadt ohne Partnergewalt (StoP) richtet sich an alle Menschen in Glinde, die sich mit dem Thema Partnergewalt beschäftigen wollen.
Das Betreuungsprojekt-Süd ist eine ambulante Maßnahme für gefährdete und straffällige Jugendliche.
Die Angebote im Miniclub sind offen für alle Familien in Glinde und Umgebung.
Die ehrenamtlichen Lesepat:innen bringen unseren Grundschulkindern den Spaß und die Freude am Lesen bei.